| Tiger and Dragon
crouching tiger leaping dragon / crouching tiger hidden dragon / Wo hu cang long |
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| USA 2000 R: Ang Lee IMDB | google |
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Ein Märchen über das Erwachsenwerden, oder wer lacht ist
blöd. Tiger und Dragon hat es geschafft. Zumindest dies: Kritiker erfinden dutzende Synonyme für "Fliegen" (das, nicht die) Und sehen im fernöstlichen Kung-Fu-Streifen nicht nur ein Prügelfilmchen. Statt dessen: Martial Arts. Peking-Oper. Asiatischer Western. Immerhin: In dem Sinne hat Tiger&Dragon die Qualität von Spiel mir das Lied vom Tod. Crouching Tiger, Hidden Dragon schlägt eine Brücke zwischen den asiatischen Martial Arts-Filmen (die wirklich nicht nur Prügelfilme sind) und Hollywood. Die artistischen Kampfszenen sind perfekt choreographiert - und die "Kunst des Fliegens"*, die uns wohl wenigstens ein Schmunzeln entlockt, gehört zum Standardreportoire von Martial Arts, wie Herzschmerz zu Hollywood.
Und dennoch: Die "jugendliche Heldin" wirkt eher wie ein rebellischer
Teenager in einem beliebigen amerikanischen Kleinstadtfilm. Irgendwo auf dem Weg über den
Pazifik hat ausgerechnet die Hauptrolle ihr Gesicht verloren. Herausgekommen ist die Mär
von einem Teenager, der lernt, Verantwortung zu übernehmen. Alles in allem: Ein wenig ungewöhnlich, recht eindrucksvoll, für verschiedenstes Publikum geeignet. Und die Meinung einer Emanze zum Frauenbild in Tiger & Dragon würde mich sehr wohl mal interessieren. *) Oder - wie die Kritik zu sagen beliebt - der Körper
verliert sein Gewicht, die Schwerkraft besiegen, schwerelos schweben, kaum den Boden
berühren, in den Kronen eines Bambuswaldes kämpfen, vom Raum Besitz ergreifen |